Martin Reinicke | Feine Fotografie und andere Gedanken » Fotografie und andere Gedanken

66 Grad Nord | Bilder aus Island

1 Insel. 2 Jeeps. 6 Personen. 9 Tage. Über 2000 Kilometer Strecke. Davon 1500 Kilometer Offroad. Unzählige Fotografien von Tieren, Pflanzen und Landschaften.

Das sind die nackten Zahlen zu meiner Island-Reise. Alles, was man jemals über Island gehört hat, trifft zu. Die Insel im Atlantik ist geformt durch Wasser, Feuer & Eis. Die Elemente sind allgegenwärtig. Sanft gewellte Almlandschaften wechseln sich ab mit absolut flachen Tiefebenen. Hochlandwüste und schroffe Schluchten prägen das Bild. Gletscher und Lavafelder vermitteln ein Gefühl der Leere, wie man es in Europa nicht mehr findet. Die Hauptstadt Reykjavik ist so modern, lebendig und trendy wie man es von der Heimat Björks, Sigur Ros‘ und GusGus erwartet.

Island ist auch die Insel der Farben. Hier leuchten Gras, Moos und Flechten in Farben, die man nicht für möglich hält. Vulkangestein, Lavafelder und ganze Berge leuchten in rot, grün, braun oder gelb. Gefärbt von den Mineralien und Erzen, die zahllose Vulkanausbrüche und Erdbewegungen an die Oberfläche gespült haben. Dazwischen findet man fast überall Schafe und Island-Pferde.

Ich habe mich für diesen Trip ganz bewusst für eine „leichte“ Ausrüstung entschieden. Ich wollte beweglich sein und schnell reagieren können. Da ich mit der Familie unterwegs war, wollte ich die Geduld meiner Mitreisenden nicht über Gebühr belasten. So machte ich mich mit meiner Sony NEX-5N und einigen Objektiven auf die Reise und verzichtete auf meine Nikon. Die Sony NEX wurde im Stile einer Sucherkamera eingesetzt und verrichtete ihre Aufgabe – wie ich finde – großartig. Fast alle Fotografien entstanden mit einem Super-Weitwinkel oder einer „klassischen“ 30mm Linse, ganz im Sinne einer Reportage-Kamera. Außer einem Polarisationsfilter kamen keine Hilfsmittel zum Einsatz. All die grandiosen Farben findet man in dieser intensiven Stärke wohl nur auf Island.

Zugegebenermaßen hatten wir ausgesprochenes Glück mit dem Wetter. Drei Viertel des Aufenthalts freuten wir uns über strahlenden Sonnenschein. Durch das starke Sonnenlicht bekamen die Farben den letzten Kick. Da es im Juni nicht wirklich dunkel wird, hat man auch genügend Zeit alle Lichtstimmungen einzufangen. Die Portraits der Island-Pferde entstanden gegen 24:00 Uhr…

Da ich bisher nur den südlichen Teil von Island gesehen habe, bin ich sicher, dass ich zurückkehren werde auf die Insel der Farben.

Papageientaucher auf einer Klippe

 

 

 

gepostet von Martin Reinicke
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